Der Hype um das Thema Drohnen ist schon etwas abgeflaut, aber mich hat es immer wieder beschäftigt. Kaufen wollte ich mir trotzdem keine. So kam es dazu, dass ich mir bei einem Verleihservice eine DJI Mavic Pro geordert habe. Hier ein paar Eindrücke, die ich im Urlaub gesammelt habe.

Wenn man sich mit dem Thema Drohnen beschäftigt, teilt sich die Anwendung ganz grundsätzlich in die Bereiche Fotografie und Videofilmen. Ich folge auf den Sozialen Plattformen einigen Fotografen, welche die Drohnen beherrschen und fantastische Videosequenzen aufnehmen.

Das hatte ich auch im Sinn, um meine Reisefotografien aufzupeppen und die Bilder zusammen mit den Filmaufnahmen in kurze Videos zu packen. Soweit die Theorie.

Die Anfänge

Ich bin sozusagen Newbie auf dem Gebiet. Darum habe ich mir vorab einige Videos auf Youtube angeschaut, um praktische Tipps zu bekommen, was man beim ersten Fliegen nicht gleich falsch machen sollte. Immerhin war es ja ein Leihgerät.

Die Drohne wurde pünktlich zum Wunschtermin geliefert, gleich ausgepackt und los ging’s. Naja fast. Man muss sich die App von DJI herunterladen und einen Account anlegen, sonst kann man nicht fliegen. Also auch das erstmal gemacht. Aber jetzt.

Erster Testflug

Ich schreibe hier nicht wie das Einrichten ging und so weiter, das zeigen die Videos auf Youtube viel besser. Aber wenn man sich mit der Steuerung etwas vertraut macht und weiß, welcher Hebel wofür ist, dann braucht man keine Angst haben.

Als ich die Mavic das erste mal abheben ließ, war es schon irgendwie aufregend. Sie hebt auf 1,2m über dem Boden ab und bleibt dort schwebend stehen. Dann kann man langsam die Hebel betätigen, um ein Gefühl für die Bewegung zu bekommen. Wichtig ist sachte mit den Hebeln umzugehen.

In kürzester Zeit hatte ich ein gutes Gefühl und flog im Umkreis bei mir zu Hause einige schöne Runden, bis der erste Akku leer war.

Als ich mich „eingeflogen“ hatte, beschäftigte ich mich mit den ganzen Einstellungen der Kamera. Ich filmte ein wenig und fotografierte einfach etwas die heimische Landschaft. Das musste als Vorbereitung reichen.

Dann wurde es ernst

Zwei Tage später fuhren wir in den Urlaub an die Ostsee, auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Dort wollte ich die Boddenlandschaft und die Küste aus der Vogelperspektive fotografieren und die Landschaft filmen. Soweit mein Plan.

Was schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann, ist der Wind. Die Mavic schafft es recht gut stabil zu bleiben, auch wenn es etwas windiger wird. Jedoch man sollte vorher gut darüber nachdenken, wie weit man fliegen will, denn die Akkuleistung nimmt bei Gegenwind natürlich rapide ab.

So war es auch bei mir, als ich von Pramort aus über den Großen Werder und den Kleiner Werder fliegen wollte. An der See ist der Wind nunmal ein ständiger Begleiter. Auf meiner max. Flughöhe, die natürlich jeder Vorschrift entsprach, herrschte extremer Wind und auf dem Rückweg mit Gegenwind bekam ich auf dem Display laufend Warnungen, ich solle so zügig wie möglich landen – im Original „ASAP“ (as soon as possible). Die Mavic war aber noch 1,6 Kilometer von mir entfernt und unten war Naturschutzgebiet, wo der Zutritt verboten war.

Ich sah auf der Anzeige den Akkustand der Drohne schnell sinken und langsam wurde es brenzlig. Man kann zwar auf der Karte im Display verfolgen, wo genau die Drohne ist, und sie war recht nahe, aber kam bei dem Wind kaum vorwärts. Im Sport-Modus ging es etwas besser, aber der Akku entlud sich dabei natürlich noch schneller.

Zum Glück kam sie letztendlich noch geradeso zurück, aber die Kapazität des Akkus war auf minimaler Minuten Flugzeit, also weit wäre ich damit nicht mehr gekommen. Ich war schweißgebadet. Aber alles safe.

Was im weiteren Urlaub dann leider zu kurz kam, war das Videofilmen, denn der Wind blieb die ganzen Tage konstant so stark, so dass ich mich lieber auf das Fotografieren mit meiner Kamera am Boden beschränkt habe. Vielleicht beim nächsten mal.

Zingst von oben

Nachfolgend einige Bilder der Landschaft dort, die ich machen konnte: