Auf unserer Reise durch Frankreich durfte eine Location nicht fehlen: Étretat in der Normandie. Als ich mich auf die Reise vorbereitet habe, stand Étretat als Ziel zum Fotografieren schnell fest. Warum dieses Ziel und ob sich meine Erwartungen erfüllt und meine Planungen gelohnt haben, zeige ich euch in diesem Beitrag.

Allgemeines zu Étretat

Étretat ist eine kleine Gemeinde mit etwa 1300 Einwohnern an der Küste der Normandie in Frankreich. Aber man fährt nicht dorthin, um den Ort zu sehen, sondern vorrangig die malerische Steilküste mit den charakteristischen, aus weißer Kreide und Feuerstein bestehenden Klippen, die sich bei Étretat bis zu 84 Meter hoch über dem Wasser erheben.

Von Regensburg aus, wo wir gestartet sind, erreicht man Étretat nach etwa 1.050 Kilometern und knapp 10 Stunden Autofahrt. Wer eine so lange Tagestour scheut, kann die Strecke natürlich bequem in Etappen aufteilen. Ich habe den schmerzenden Hintern in Kauf genommen, um schnell anzukommen und am Abend noch die Kamera auszupacken, denn die Wettervorhersage für den Sonnenuntergang sah vielversprechend aus. Im Urlaub muss man jede gebotene Gelegenheit nutzen.

Wir haben ganz in der Nähe einen Campingplatz angesteuert, von dem aus man in ca. 5 Minuten im Ort ist. Das sollte es mir erleichtern, pünktlich zum Sonnenuntergang vor Ort zu sein und die richtige Location zum Fotografieren zu finden. Denn trotz guter Planung (z.B. per Google Earth) lässt sich der Bildaufbau immer erst vor Ort komponieren. Wie ich grundsätzlich meine Locations zum Fotografieren plane, könnt ihr hier nachlesen.

Fotografieren der Felsen von Étretat

Gut angekommen, das Zelt auf dem Campingplatz aufgebaut, ging es umgehend auf Foto-Tour. Direkt am Wasser befindet sich der große Parkplatz, von dem aus die Felsen zu jeder Seite schnell erreicht werden können. Nun galt es die 84 Meter zu erklimmen, denn die beste Sicht hat man von oben auf die Steilküste. Es führen erst Treppen, danach ein steiler Weg bergan, aber alles kein Problem. Oben angekommen fing bei mir sofort das Kribbeln an. Endlich Kamera raus, Stativ aufstellen und loslegen.

Der Sonnenuntergang war an dem Tag um 21:20 Uhr. Schon um 19:30 Uhr waren wir oben auf den Felsen. Dadurch hatte ich genügend Zeit, um mit der Kamera umher zu laufen, die Blickwinkel zu prüfen und mir einige schöne Stellen zum Fotografieren zu suchen. Durch ein Wolkenband direkt über dem Horizont, war die Sonne dann leider nicht bis zum eigentlichen Untergang sichtbar. Daher hat es sich wirklich ausgezahlt, früh genug da gewesen zu sein. So war ich vorbereitet und habe jeden Moment ausgenutzt, den die untergehende Sonne geboten hat.

Ein Wort zur Vorsicht: Es gibt an einigen Aussichtspunkten Geländer. Aber dort, wo man sich frei bewegen kann und vor allem wo die besten Spots zum Fotografieren sind, gibt es keine Absicherung. Es besteht an vielen Ecken die Gefahr abzurutschen, gerade wenn der Boden feucht ist. Es geht sehr steil in die Tiefe, d.h. ganz klar Lebensgefahr. Jedem wünsche ich nicht nur tolle Fotos zu machen, sondern mit diesen auch wieder sicher nach Hause zu fahren. Ich sehe immer wieder Andere, die beim Fotografieren viel zu unbedarft sind und Gefahren möglicherweise sogar ausblenden. Kein Bild ist so wichtig und wertvoll wie das Leben.

Meine Fotografien

Étretat
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