Zu Fuß und nur mit Rucksack und Zelt durch Island – unser nächster Urlaub. Urlaub? Kann man das wirklich so nennen? Für viele bedeutet das Wort eher: „Ich brauche Entspannung“ oder „Ich will keinen Stress“. Okay, Entspannung finde ich auch schön, aber wir verlassen dieses Mal unsere Komfortzone und unternehmen ein kleines Abenteuer.

 

Wie kommt man auf so eine Idee?

Die Begeisterung für die Länder und Landschaften der Welt hält bei meiner Frau und mir schon lange an. Unser erstes gemeinsames Abenteuer: mit dem Wohnmobil quer durch den weiten Westen Kanadas. Das Wohnmobil bietet relativ viel Komfort und alles ist immer mit dabei, egal wo man hinfährt. So haben wir dann auch mit dem Wohnmobil den Westen der USA erkundet. Aber wir wollten noch flexibler sein. Oft war uns das große Wohnmobil ein Hindernis, um z.B. in die Nationalparks fahren zu können. Von den Kosten mal abgesehen.

Die Konsequenz: vom mobilen, bequemen Zuhause haben wir uns verabschiedet und sind auf das Zelt umgestiegen. Ein erstes Verlassen der eigenen Komfortzone. Die „eigenen vier Wände“ sind nun hauchdünn und bieten „nur“ noch Schutz vor dem Wetter. Man gewöhnt sich schnell an das Zelt. Ein kleines, aber mit der richtigen Ausrüstung sehr gemütliches Reich. So sind wir dann durch Neuseeland, den Osten der USA, Norwegen, oder auch Italien gereist.

Um von A nach B zu kommen, haben wir uns vor Ort immer Autos gemietet. Von der japanischen Schrottkarre, bis hin zum tollen SUV, es war alles dabei. Aber selbst die Flexibilität mit Autos stößt manchmal an Grenzen. Und jetzt schließt sich der Bogen zu unserem Plan.

 

Island 2017

Nachdem wir schon 2011 in Island waren, dabei aber „nur“ entlang der küstennahen Ringstraße gefahren sind (mit kleinen Abstechern), wollten wir dieses Mal ins Landesinnere der Vulkaninsel, um die dortigen Highlights zu sehen. Dazu gehört z.B. Þórsmörk, Landmannalaugar, Brennisteinsalda, Skaftafell, Fjallabak oder die Askja. Das geht zwar auch mit den entsprechenden Allradfahrzeugen, aber mittlerweile haben die Preise in Island so extrem angezogen, dass es fast unbezahlbar geworden ist. Eine geführte Tour sowieso. Und überall hin kommt man selbst mit dem besten Jeep nicht.

Kurzum haben wir uns entschieden auf ein Leihfahrzeug zu verzichten und alles, was wir erleben wollen zu Fuß zu erkunden. Nur mit dem Rucksack und Zelt drei Wochen lang durch Island wandern. Ein fast völliger Verzicht auf Komfort, aber mit maximalem Outdoorerlebnis. Egal in welchem Land, wir sind schon immer viel gewandert. Doch drei Wochen am Stück und völlig den klimatischen Bedingungen ausgeliefert – das ist Neuland für uns.

Klar, man kann es einfacher und bequemer haben. Aber wir sehen es auch als eine Herausforderung. Für die eigene körperliche Fitness und die mentale Fähigkeit mit unveränderbaren äußeren Einflüssen umzugehen.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Als nächstes fangen die Planungen der Details an. Was genau wollen wir sehen? Welche Routen müssen wir dazu laufen? Wie planen wir unser Gepäck optimal? Haben wir alles an Ausrüstung? Wie müssen wir dafür trainieren? UND ein Hauptkriterium für mich: was nehme ich an Fotoausrüstung mit?

Ich möchte diese einzigartige Landschaft natürlich auch so gut es geht in Bildern verewigen. Wie schwer darf das Equipment sein? Auf was kann, oder muss ich verzichten? Auf was kann ich unter gar keinen Umständen verzichten? Damit werde ich mich in der nächsten Zeit beschäftigen. Bis zum Sommer ist es ja noch ein wenig hin…

Im Rahmen dieser Vorbereitungen, werde ich versuchen hin und wieder etwas zu diesen Planungen schreiben, sei es allgemein zu der Tour, aber auch speziell zur Fotografie.

Schaut doch mal wieder rein… Bis bald.

 

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