Ich liebe Wasserfälle. Noch mehr liebe ich es, wenn Wasserfälle in eine tolle Natur eingebettet sind. Als wir im Nordosten der USA unterwegs waren, besuchten wir spontan den Ricketts Glen State Park. Dieser kleine State Park bot mir genau das, was ich gesucht habe. Ich möchte euch hier zeigen, das es sich lohnt zum Fotografieren dorthin zu fahren.

Ricketts Glen State Park

Der Ricketts Glen State Park liegt etwa 3 Stunden und ca. 150 Meilen nordwestlich von New York City, im Bundesstaat Pennsylvania. Mit einer Fläche von „nur“ 5300 Hektar, ist er sehr überschaubar, aber unter anderem für seinen alten Baumbestand bekannt. Eigentlich sollte aus dem State Park ein National Park werden. Aber Geld und der Zweite Weltkrieg machten dem Vorhaben ein Strich durch die Rechnung. Dabei ist es auch geblieben.

Sehr markant sind die 24 kleinen Wasserfälle entlang des Kitchen Creek. Dieser kleine Creek führt nicht allzu viel Wasser, aber das macht es gerade aus. Denn bei zu viel Wasser würde man die schönen Kaskaden und Steine nicht mehr sehen, die man als Komposition gut zum Bildaufbau nutzen kann.

Wir waren im Herbst dort. Es war ziemlich kalt. Ich war mit der Location nicht vertraut, weil es ein ungeplanter Besuch war, aber der Creek führte genau richtig viel Wasser und die Laubfärbung dort war schön. So habe ich die wenige Zeit genutzt, um das Beste aus der Situation zu machen. So ist es eben beim Fotografieren. Man muss versuchen die vorhandenen Möglichkeiten zu auszuschöpfen.

Ricketts Glen Falls Naturals Trail

Vom Parkplatz (Link zu Google Maps) aus folgt man dem Falls Natural Trail. Man kann die Wasserfälle gar nicht verpassen und sich auch nicht verlaufen. Direkt am Parkplatz gibt es eine Tafel mit einer Übersicht, an der man sich gut orientieren kann.

Man folgt dem Wasser bergab entlang dem Creek. Wenn möglich sollte man sich ausreichend Zeit nehmen (die ich ja nicht hatte), um das Terrain zu erkunden. Ich habe einige der 24 Wasserfälle fotografiert, aber bei weitem nicht alle und vielleicht auch nicht die schönsten. Sollte ich in meinem Leben erneut in diese Gegend kommen, werde ich mindestens einen ganzen Tag zum fotografieren einplanen.

Nichtsdestotrotz habe ich versucht die Wasserfälle zusammen mit der umgebenden Natur einzufangen, ohne langweilige Schnappschüsse zu produzieren. Ich hoffe dies ist mir etwas gelungen. Pflicht ist definitiv ein Stativ, denn unter dem dichten Blätterdach der Bäume, ist das Licht auch tagsüber an vielen Stellen gedimmt. Und eine Langzeitbelichtung ist hier sowieso die beste Wahl.

Eine Herausforderung sind oft andere Besucher. Nichts gegen Andere, ich bin selber nur Besucher. Aber bei mir steht allein die Natur im Fokus. Da der Wanderweg meistens direkt am Creek verläuft, braucht man Geduld, bis man den Moment erwischt, in dem keiner durch das Bild läuft oder vielleicht gerade dort stehen bleibt.

Ich würde nie jemanden ansprechen, damit er bitte weggeht. Das Recht habe ich nicht. Aber wenn andere sehen, dass ich fotografieren möchte, dass sie dabei im Bild stehen und dann trotzdem stehen bleiben, muss ich sehr an mich halten. Ich selber versuche darauf zu achten niemendem im Weg zu stehen. Ich gönne jedem ein schönes Bild. Es ist kein Wettbewerb. Ich gehe dann lieber einen Schritt zur Seite.

Wir waren circa zweieinhalb Stunden im Park, bevor wir weiterfahren mussten. Dies sind einige meiner Ergebnisse:

Ricketts Glen State Park, USA
Ricketts Glen State Park, USA
Ricketts Glen State Park, USA
Ricketts Glen State Park, USA
Ricketts Glen State Park, USA

Es hat Spaß gemacht und man kommt beim Fotografieren oft mit anderen Gleichgesinnten ins Gespräch. So kann man sich austauschen, welchen Bildausschnitt oder welche Einstellung sie gewählt haben und bekommt dadurch neue Ideen und Anregungen. Ich finde, dass es beim Fotografieren auch darum geht. Über den Tellerrand hinausschauen. Sich auszuprobieren. Sich zu verbessern.

Der Ricketts Glen State Park mit seinen vielen kleinen Wasserfällen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Probiert es aus.

Bis demnächst…. Michael

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