Seit einigen Jahren habe ich mit einer Canon EOS 5D Mark II fotografiert und hatte nie etwas zu meckern. Aber im Laufe der Zeit ändern sich die Ansprüche an eine Kamera. Ich bin oft mit dem Rucksack unterwegs und möchte auf kein Equipment verzichten. Aber fast 5 kg nur Kamera und Objektive, ohne Zubehör, das war oft eine herbe Belastung für den Rücken. Es war einfach an der Zeit, mich neu zu orientieren.

 

Meine Überlegungen

Das Canon-Nachfolgemodell, die 5D Mark III, hatte ich damals bewusst ausgelassen. Zur Photokina 2016 kam die neue Canon EOS 5D Mark IV auf den Markt und ist bestimmt eine tolle Kamera, die endlich gegenüber den Nikons und Sonys aufgeholt hat. Aber fast 4100,-€ nur für den Body?? Hallo?? Geht’s noch?? Es gibt genug, die sich die Kamera gekauft haben und ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ist es das Geld wirklich wert? Vor allem als Hobby-Fotograf? Für mich definitiv nicht!

Ich verdiene kein (bzw. nur selten) Geld mit meinen Fotos. Es wird wahrscheinlich auch nie mein Haupterwerb. Da muss man es sich schon sehr genau überlegen, ob man eine solche Investition macht. Und die neue 5D Mark IV ist auch sehr für Videofilmer ausgelegt – auch nicht mein Metier. Im kommenden Jahr soll eine Nachfolgerin der Canon EOS 6D auf den Markt kommen, die bestimmt auch gut sein wird. Aber was hätte ich gewonnen, denn da war ja immer noch das Problem mit dem hohen Gewicht der ganzen Sachen, welches ich für unsere langen, geplanten Wandertouren reduzieren wollte.

 

Also was nun?

Ich habe viele Tests gelesen, viel nach Alternativen geschaut und auch selber getestet. Es lohnt sich definitiv auf die kleineren Hausmessen der Händler zu gehen. Man kann sich mit Profis und den Händlern unterhalten, man kann sich in Ruhe alles, was neu ist, anschauen und auch ausprobieren. Und was ist dabei raus gekommen? Okay, wer das Beitragsbild nicht völlig übersehen hat, weiß schon, wohin die Reise jetzt gegangen ist.

Darf ich euch meine neue Begleiterin vorstellen:

 

 

Seit einiger Zeit habe ich sie, die Fujifilm X-T2. Auf der Hausmesse von Fotomax in Nürnberg, hatte ich sie das erste Mal in der Hand und war verliebt. Das Handling, die Ausstattung, die Bedienung, das Gewicht, einfach das Gesamtpaket. Es wird vielleicht noch eine gewisse Zeit dauern, bis ich mich an die Größe, bzw. an die Kleine gewöhnt habe. Aber worüber ich mich nach dem Auspacken zu Hause gleich wieder extrem gefreut habe, war das geringe Gewicht von gerade einmal 500 Gramm und die daraus resultierende Handlichkeit.

Wenn ich die Gewichte der Kamera und meiner Wunsch-Objektive addiere, spare ich mir gegenüber der alten Canon-Sachen annähernd 2,5 Kilogramm. Das ist enorm und entspricht schon dem Gewicht meines Tourenzeltes. Eine absolute Erleichterung! Aber es ging mir ja nicht nur um das Gewicht. Auch die Leistungen sollten meinen Anforderungen entsprechen.

Dazu stehen natürlich jetzt die ersten Outdoor-Tests an, um herauszufinden, ob die Fuji in der Praxis das liefert, was ich von ihr erwarte. Mal schauen, was das Wetter demnächst so hergibt.

Objektive

Einen weiteren Unterschied zu früher, wird die Auswahl an Objektiven sein. Bisher ausschließlich mit Zoomobjektiven ausgerüstet, werde ich mich jetzt ebenso auf Festbrennweiten konzentrieren. Ich möchte eine hohe Abbildungsqualität erreichen und da sind die Prime-Linsen ungeschlagen. Und die Palette der Fujinon Objektive ist sehr breit gefächert und bietet extrem viele Möglichkeiten. Selbst die Zooms von Fuji sind so gut gearbeitet, dass eine super Schärfe bis in die Ecken garantiert wird.

Das Erste in meiner neuen Objektivsammlung war das unglaubliche Fujinon XF 16mm F1.4. Auf Zoomobjektive kann ich natürlich nicht verzichten. Aber Festbrennweiten werden für mich jetzt eine Herausforderung. Man muss sich beim Fotografieren ganz anders bewegen, anders denken. Man zoomt quasi mit den Füßen 😉 Ich bin gespannt.

 

Was habe ich mit meiner alten Canon-Ausrüstung gemacht?

Ich war zwar erst etwas skeptisch, aber ich habe es dann doch gewagt und innerhalb von 4 Tagen meine komplette Canon Kameraausrüstung über den „Canon Flohmarkt“ auf Facebook verkauft. Lief super! Kann ich wirklich empfehlen.

 

Jetzt heißt es also: Die neue Ausrüstung einpacken, rausgehen und fotografieren – ich freue mich drauf!!

2 Kommentare

  1. Hi Michael,
    erst einmal viel Spaß mit deiner neuen Kamera. Das ist immer ein besonders schönes Erlebnis mit einer neuen 🙂
    Fuji wird echt unterschätzt. Man hörst sehr viel gutes. Das einzige was mich überrascht ist, das du auf APS-C umgestiegen bist.
    Gab es da für dich ein speziellen Grund?

    Gruß Timon

    • Hi Timon,
      ich habe mich nicht gegen Vollformat entschieden. Es ist nur einfach eine Frage von Preis/Leistung. Wenn ich außerdem sehe, dass die Fuji in den Tests in puncto Abbildungsleistung die Nikon D750 schlägt, muss ich nicht auf Biegen und Brechen einen Vollformatsensor haben. Außerdem fotografiere ich keine Portraits, wo sich der größere Sensor lohnen würde, aber nicht bei Landschaften. Es sind viele Aspekte die mich zu meiner Entscheidung gebracht haben.

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