Nachdem ich mich nach über 25 Jahren von einem Windows PC als Haupt-Computer getrennt habe und auf ein Apple MacBookPro mit M1 Prozessor umgestiegen bin, ergab sich relativ schnell die Problematik, dass ich zusätzlich eine externe Festplatte für mein Foto-Workflow benötigte. Eine schnelle Thunderbolt SSD Festplatte musste her.

Anforderung an meine neue externe Festplatte

Ich brauchte mindestens 2TB Speicherplatz, eigentlich eher sogar 4TB. Ich habe meine gesamten Fotos schon immer auf einer separaten Festplatte abgelegt, um den internen Systemspeicherplatz zu entlasten. Das sollte beim neuen Mac Book Pro so bleiben, da die verbaute SSD mit 2TB sowieso nicht für meine Fotos ausreichte. Um herauszufinden, welche externe Festplatte die beste Performance bietet, bestellte ich verschiedene Thunderbolt-Gehäuse und diverse M.2 NVMe Festplatten.

Welche Thunderbolt Gehäuse?

Meine Wahl fiel nach einiger Recherche auf die folgenden beiden Thunderbolt-Gehäuse:

  • Acasis USB4.0 Mobile M.2 NVMe
  • Wavlink NVMe Thunderbolt 3

Beide Gehäuse waren über Amazon bestellbar. Das Thunderbolt Gehäuse von Orico war auch eine Option, aber leider nur direkt aus China erhältlich, fiel somit also raus.

Welche Festplatten?

Da ich im Internet durch Videos und Blogs auf zum Teil unterschiedliche Aussagen zu Geschwindigkeiten gestoßen bin, bestellte ich auch hier mehrere Modelle zum Vergleich:

  • Western Digital Black SN750 (sollte laut Internet am besten mit M1-Prozessoren funktionieren)
  • Samsung 980 Pro PCIe 4.0
  • Sabrent Rocket Q4 NVMe PCIe 4.0

Zusammenbau Acasis Gehäuse

Die SSD lässt sich in das Acasis Gehäuse werkzeuglos und super einfach einbauen. Man sollte auf jeden Fall das dickere Thermopad benutzen, damit die Wärme gut an das Alugehäuse abgegeben wird, denn die Festplatte wird im Betrieb schon recht warm (bei hoher Belastung bis zu 55°C).

Speedtests

Nach dem Einbau habe ich die SSD’s zuerst auf APFS formatiert, welches die optimale Formatierung für externe SSD’s unter MacOS ist. Der Vorgang dauerte nur einige Sekunden. Danach waren die SSD einsatzbereit. Jetzt war ich natürlich sehr auf die Speedtests gespannt. Diese führte ich mit dem Blackmagic Disk Speed Test durch. Im Vergleich habe ich noch einen Test mit der internen SSD des MBP und meiner SanDisk Extreme Pro Portable V2 (nur USB3.2) gemacht.

Hier meine zusammengefassten Ergebnisse mit dem Acasis-Gehäuse:

Obwohl die Western Digital die höchste Lesegeschwindigkeit hat, bietet sie eine schlechte Schreib-Rate. Die Sabrent und die Samsung waren insgesamt fast gleichauf, die Samsung war nur minimal schneller. Beide auf einem extrem hohen Niveau. Im Vergleich sieht man, wie langsam eine Externe SSD mit USB3.2 ist, aber auch wie unglaublich schnell die interne SSD des MacBooks ist.

Jetzt war noch der Vergleich zwischen dem Acasis und dem Wavlink Gehäuse interessant. Als ich die erste SSD in das Wavlink-Gehäuse geschraubt habe, fiel mir sofort auf, wie sehr die Festplatte verbogen wird und somit unter Spannung steht. Das kann auf Dauer für eine Platine wirklich nicht gut sein. Einen Speedtest habe ich dann trotzdem noch gemacht. Das Ergebnis war deutlich langsamer, als mit dem Acasis Gehäuse. Also fiel das Wavlink-Gehäuse aus diesen zwei Gründen raus.

Fazit

Letztendlich habe ich natürlich das Acasis-Gehäuse genommen und dazu die Samsung 980 Pro mit 2TB. Ich hätte gerne eine 4TB Festplatte genommen, aber damit kamen die externen Gehäuse nicht zurecht. Ich werde meinen Workflow aufteilen. Auf die neue Thunderbolt Festplatte kommen alle Fotos, die ich zum Bearbeiten aktuell benötige. Alle anderen schiebe ich auf eine weitere externe SSD, sozusagen als Archiv. Diese Archivfestplatte ist eine alte SATA SSD mit 4TB. Sie ist mit 500MB/s Lesen/Schreiben relativ langsam, aber als Archiv vollkommen ausreichend.

Mit meiner neuen Thunderbolt-Festplatte bin ich echt happy. Vielleicht werde ich mir diese Kombi nochmal kaufen, wenn die ersten 2TB voll sind. Oder es gibt irgendwann Gehäuse, die mit mehr Kapazität zurecht kommen. Auf jeden Fall freue ich mich, wenn dir mein Beitrag in irgendeiner Weise geholfen hat und du nicht auch all das Zeug zum Testen bestellen willst. Aber bevor ich hier noch mehr schreibe, was vielleicht keinen interessiert, werde ich jetzt lieber ein paar Bilder bearbeiten 🙂

In dem Sinne, bis bald… Michael

Apropos Bilder: Ihr findet mich natürlich auf Instagram – HIER KLICKEN.

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